Sebastian Fritz- Mein „Traumberuf“- Kaufmann für Bürokommunikation
Sebastian Fritz hat sich seinen Traum erfüllt und erlernt seit dem 01.09.08 in der Aus- und Fortbildungszentrum Schiffahrt und Hafen GmbH den Beruf des Kaufmanns für Bürokommunikation.
Wie viele andere Jungen aus seiner 5.Klasse in der Baltic Gesamtschule in Rostock Toitenwinkel interessieret sich Sebastian besonders für das Fach Informatik. Die Welt der Computer fazsinierte ihn, aber nicht die Computerspiele hatten es ihm angetan, nein für Sebastian war es die Anwendersoftware MS Office mit all seinen Fassetten. Fleißig übte er und probierte am häuslichen Computer, um die Programme wie Excel oder Word schnell zu beherrschen und anzuwenden können. Seine Mutter, als gelernte Sekretärin, freute sich über das Interesse ihres Sohnes und unterstütze ihn.
Mit dem Interesse für Informatik verbunden war auch Sebastians Zuneigung zur Mathematik. Drei mal konnte er als Klassenbester an der Mathematikolympiade in Rostock teilnehmen.
Nach Beendigung der 10.Klasse hatte Sebastian den Wunsch, sich weiter zu qualifizieren und so besuchte er ab September 2007 das Rostocker Fachgymnasium Elektrotechnik/Elektronik. Bedingt durch eine längere Krankheit war der Rückstand in der 11. Klasse zu groß geworden, sodass sich Sebastian ab Februar 2008 innerhalb einer BVB Maßnahme wieder gezielt auf seinen Berufswunsch vorbereitete.
Ab dem 01.09.08 konnte er im AFZ eine 3-jährige Ausbildung zum Kaufmann für Bürokommunikation beginnen. „Täglich lerne ich am Ausbildungsplatz viel Neues. Die Mitarbeiter des AFZ haben mich super aufgenommen und meine Ausbilderin und meine Mentorin Frau Jürß unterstützen mich sehr.“, betont Sebastian. Besonders gefällt ihm, dass er täglich Kontakt mit vielen Mitarbeitern, andere Azubis oder Teilnehmern hat. In so einem Bildungszentrum ist eben auch viel Bewegung.
Letzte Woche war Berufsschule angesagt. 2 Wochen lang ging Sebastian gemeinsam mit 26 Mitazubis in die Berufliche Schule für Wirtschaft in Rostock.
„Theoretisches Wissen gehört nun eben auch dazu“, sagte Sebastian, der schon immer gerne in die Schule ging. Nicht ganz so toll findet er seine Ausbildungsvergütung. “Könnte etwas mehr sein“, aber da er noch bei seinen Eltern wohnt, kommt er bisher ganz gut klar.
Was bringt Sebastian die berufliche Zukunft? Im 2. Ausbildungsjahr steht die Zwischenprüfung an. „Wird bestimmt nicht einfach“, aber wenn er weiter so fleißig in der Praxis und in der Berufsschule ist, wird es keine Probleme geben. Nach der Ausbildung will Sebastian versuchen in den mittleren Dienst der Bundespolizei einzutreten. Seine Freundin, die gerade die 10. Klasse in Rostock besucht, bestärkt ihn dabei.
Sebastian Fritz
Was machen Kaufleute für Bürokommunikation?
In den Büros der unterschiedlichsten Unternehmen von Industrie und Handel, aber z.B. auch in der Verwaltung oder bei Verbänden sind Kaufleute für Bürokommunikation die rechte Hand des Managements. Sie empfangen Besucher, nehmen Telefonate entgegen, erledigen die Korrespondenz sowie alle anfallenden Büroarbeiten. Sie müssen Organisationstalente sein: Eine Hotelreservierung muss per E-Mail bestätigt werden, ein Kunde möchte per Fax Unterlagen geschickt haben und der Abteilungsleiter muss an seinen Besprechungstermin am Nachmittag erinnert werden. Darüber hinaus sind sie für die Verwaltung von Büromaterial zuständig und händigen den Kollegen bei Bedarf z.B. Schnellhefter sowie Schreibblock aus. Um Kunden, Kollegen, Behörden, Verbänden und Lieferanten fundierte Auskünfte erteilen zu können, müssen Kaufleute für Bürokommunikation ihren Betrieb, die verschiedenen Arbeitsbereiche sowie die Zuständigkeiten von Kollegen und Vorgesetzten gut kennen. Auch wenn es im Büro einmal etwas hektisch zugeht, behalten sie den Überblick.
Wo arbeitest Du und wie sind die Arbeitsbedingungen?
Bildschirmarbeit (z.B. Hotelzimmer reservieren und buchen), Arbeit in Büroräumen, Kundenkontakt (Kunden und Besucher betreuen und Auskunft erteilen)
Welche Interessen solltest Du haben?
Interesse an Buchführung, Neigung zu Büro- und Verwaltungsarbeiten (Abläufe organisieren, planen und überwachen, Unterlagen erstellen, Termine vorbereiten, Geschäftsreisen buchen, Büromaterial verwalten), Neigung zu kaufmännischem Denken (z.B. Zahlungsein- und ausgänge überwachen, Zwischenbilanzen erstellen), Neigung zu schriftlicher Tätigkeit (z.B. Auskünfte per Brief oder E-Mail erteilen), Neigung zu kundenorientierter Tätigkeit (Kunden und Besucher betreuen und Auskunft erteilen) und Neigung zum Umgang mit Daten und Zahlen
Wer bildet aus?
Bundesamt für zentrale Dienste und offenen Vermögensfragen Berlin stephanie.eckstein@badv.bund.de
Deutsche Telekom AG Neubrandenburg www.telekom.com/Yourchance
E. ON edis AG 18147Rostock, am Kühlturm uwe.kagermann@eon-edis.com
Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg- Vorpommern Güstrow antje.panknin@lung.mv-regierung.de
Neptun Engineering GmbH Rostock ne@neptun-engineering.de
Stadtwerke Rostock AG martina.schroeter@swrag.de
Weitere Ausbildungsbetriebe könnt Ihr im Ausbildungsatlas der IHK zu Rostock auf Seite 88 finden.
2 Kommentare
Sebastian Fritz
Mai 4th, 2010
redstu
Juni 2nd, 2010
Hallo Sebastian,
erstmal herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Zwischenprüfung!Wäre schön gewesen, wenn Du etwas ausführlicher die Prüfung beschrieben hättest, wo waren die Schwerpunkte, wie lange hast Du Dich auf die Prüfung vorbereitet? Welche Tipps hast Du für das erfolgreiche Bestehen solch einer Prüfung?
Welche Aufgaben bekommt man so zugeteilt im AFZ?
Viele Grüße
B. Sturzrehm




Jetzt sind weitere Wochen der Ausbildung vergangen. Im März war die schriftliche Zwischenprüfung, die zwei Stunden dauerte. Die habe ich erfolgreich bestanden.
Mittlerweile bekomme ich auch Aufgaben übertragen, die ich selbständig erledige, was mir mehr Selbstsicherheit gibt. Und ich merke, dass ich schon ziemlich viel gelernt habe.